Manche Locations muss man sich erarbeiten. Und manche nehmen einem die Arbeit ab.
Schloss Vasoldsberg gehört zur zweiten Sorte – aus einem Grund, der auf Bildern kaum auffällt, am Hochzeitstag aber alles verändert: Es liegt alles nah beieinander. Getting Ready, Trauung, Park, Feier. Keine Autofahrten zwischen den Programmpunkten, keine verlorenen vierzig Minuten, kein Hetzen.
Für euch heißt das: mehr Tag. Für mich heißt es: mehr echte Momente statt Logistik.
Wie das konkret aussieht, zeige ich hier an der Hochzeit von Gianina & Lukas, bei der ich für den Film zuständig war.
Das Licht: der eigentliche Grund
Was mir bei dieser Location zuerst aufgefallen ist, war nicht die Architektur. Es war das Licht in den Innenräumen.
Die Räume für das Getting Ready sind hell und hoch, mit großen Fenstern und viel Weiß. Das klingt nach einem Detail – ist aber der Unterschied zwischen Bildern, die weich und ruhig wirken, und Bildern, bei denen man dem Raum die Enge ansieht. Ich muss dort kein künstliches Licht aufbauen. Ich muss nur schauen, wo das Fenster steht.
Draußen kippt die Stimmung dann komplett: viel Grün, dichtes Laub, Wiese. Zwei sehr unterschiedliche Bildwelten an einem Ort, ohne dass ihr euch einmal ins Auto setzen müsst.
Dieses Bild aus dem Getting Ready hat nicht ich gemacht, sondern Pia – dazu gleich mehr.
Fotografie und Film im selben Raum
Bei Gianina & Lukas war ich für den Film zuständig. Fotografiert haben zwei andere:
Pia Nograsek von pixellicious als Hauptfotografin
Christina Supanz als Zweitfotografin
Und weil das die Frage ist, die mir Paare am häufigsten stellen: Ja, das funktioniert – aber nicht automatisch. Es funktioniert, wenn die Leute, die da arbeiten, sich gegenseitig sehen.
Konkret bedeutet das:
Wir sprechen den Ablauf einmal gemeinsam durch, nicht dreimal einzeln
Wer bei der Trauung wo steht, ist vorher geklärt – nicht Verhandlungssache im Gang
Niemand läuft dem anderen ins Bild, weil man permanent im Blick hat, wo die anderen sind
Und wenn jemand einen Moment früher sieht, macht er Platz statt Konkurrenz
Das Ergebnis merkt man nicht auf den Bildern. Man merkt es an euch: Ihr habt an diesem Tag nie das Gefühl, von einem Team umlagert zu werden.
Was die Location euch nicht abnimmt
So gut ein Ort ist – er macht die Hochzeit nicht allein.
Eine schöne Kulisse rettet keinen zu eng getakteten Zeitplan. Und ein Schloss macht keine Bilder, auf denen echte Emotionen zu sehen sind. Das entsteht immer noch dazwischen: in der halben Stunde, in der niemand etwas von euch will.
Wenn ihr auf Schloss Vasoldsberg heiratet, würde ich euch also genau das raten, was ich überall rate: Plant Leerlauf ein. Zwanzig Minuten, in denen nichts passieren muss. Das sind fast immer die Bilder, die ihr später am liebsten anschaut.
Credits
Eine Hochzeit ist selten die Arbeit einer Person. Auf dieser hier haben mitgewirkt:
Paar: Gianina & Lukas – danke, dass ich dabei sein durfte
Fotografie: Pia Nograsek – pixellicious.at
Zweitfotografin: Christina Supanz – christinasupanz.at
Film: Daniel Winter
Beide haben an diesem Tag einen phänomenalen Job gemacht – und ich sage das nicht aus Höflichkeit, sondern weil man es an den Bildern sieht.
Habt ihr Fragen oder möchtet ihr euren Hochzeitstag mit mir planen? Ich berate euch gerne ehrlich und ohne Druck – abgestimmt auf eure Persönlichkeit und euren Ablauf.
Jetzt unverbindlich anfragen