Es gibt einen Satz, der in fast jedem Erstgespräch fällt:
„Wir sind total unfotogen."
Ich habe ihn so oft gehört, dass ich ihn nicht mehr als Information verstehe, sondern als Frage. Die Frage dahinter lautet nämlich: *Was passiert mit uns, wenn die Kamera da ist?*
Und die ehrliche Antwort ist: Am Hochzeitstag passiert etwas – wenn ihr es zum ersten Mal erlebt.
Was am Hochzeitstag ohne Vorbereitung passiert
Stellt euch den Ablauf vor. Ihr habt seit sechs Uhr morgens Leute um euch. Ihr habt geheiratet, ihr habt geweint, ihr habt achtzig Menschen begrüßt.
Und dann sagt jemand: „So, jetzt machen wir noch die Paarfotos."
Ihr steht auf einer Wiese, allein, zum ersten Mal seit Stunden – und sollt jetzt natürlich wirken. Das ist ein kleiner Schock. Nicht dramatisch, aber sichtbar: Die ersten zehn, fünfzehn Minuten gehen fast immer dafür drauf, dass die Schultern runtergehen.
Bei Paaren, die vorher schon einmal vor der Kamera gestanden haben, entfällt dieser Teil. Sie fangen dort an, wo die anderen nach zwanzig Minuten hinkommen.
Was ein Paarshooting tatsächlich löst
Es geht weniger um Übung, als man denkt. Es geht um vier Dinge:
Ihr wisst, wie ich arbeite. Wie viel ich sage, wie nah ich komme, wie lange etwas dauert. Das nimmt fast die ganze Nervosität.
Ich weiß, wie ihr funktioniert. Wer von euch beiden zuerst lacht. Wer eine Sekunde länger braucht. Wer die Hand führt. Das kann ich am Hochzeitstag nutzen, statt es dort erst herauszufinden.
Ihr habt Bilder, die ihr mögt. Und damit ein Gefühl dafür, dass ihr eben nicht unfotogen seid. Dieser Satz kommt nach einem Shooting so gut wie nie wieder.
Wir kennen uns. Am Hochzeitstag ist der Mensch mit der Kamera dann kein Fremder mehr. Das klingt weich, ist aber der größte Effekt von allen.
Wann, wo, wie lange
Wann: grob zwei bis sechs Monate vor der Hochzeit. Früh genug, dass es entspannt ist, spät genug, dass es sich schon zugehörig anfühlt.
Wie lange: eine bis eineinhalb Stunden. Länger braucht es nicht.
Wo: irgendwo, wo ihr ohnehin gern seid. Ein Feld, ein Waldstück, die Stadt, eure Wohnung. Orte mit Bedeutung sind besser als Orte, die „gut aussehen".
Uhrzeit: die letzte Stunde vor Sonnenuntergang, wenn es sich einrichten lässt.
Was ihr anziehen solltet
Weniger, als ihr denkt, und schlichter.
Farben, die miteinander funktionieren, ohne Partnerlook
keine großen Logos, keine harten Muster
Schuhe, in denen ihr gehen könnt
und vor allem: Sachen, in denen ihr euch am Sonntagnachmittag wohlfühlt
Und wenn wir es einfach überspringen?
Dann ist das völlig in Ordnung.
Ein Paarshooting ist kein Pflichtprogramm, und ich verkaufe es niemandem, der es nicht will. Es gibt Paare, die vor der Kamera von Anfang an ruhig sind – die brauchen das nicht.
Wenn ihr aber zu denen gehört, die den Satz von oben schon gesagt haben: Dann ist es der wirksamste Hebel, den ihr habt.
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Habt ihr Fragen oder möchtet ihr euren Hochzeitstag mit mir planen? Ich berate euch gerne ehrlich und ohne Druck – abgestimmt auf eure Persönlichkeit und euren Ablauf.
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